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Pilates und die Körpermitte: mehr als ein Bauchmuskel-Mythos

PILATES · 09. September 2025

Pilates und die Körpermitte: mehr als ein Bauchmuskel-Mythos

Pilates gilt oft als „sanftes“ Training – die Forschung zeigt, dass die Wirkung auf Rumpf und Haltung alles andere als leicht ist.

Was „Körpermitte“ wirklich bedeutet

Bei Pilates geht es nicht um sichtbare Bauchmuskeln, sondern um das Zusammenspiel tiefer Rumpfmuskulatur, die Wirbelsäule, Becken und Schultergürtel stabilisiert. Genau diese Muskelgruppen sind es, die im Alltag Haltung und Bewegungsqualität bestimmen.

Was die Forschung zeigt

Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass Pilates die Aktivierung und Ausdauer der Rumpfmuskulatur signifikant verbessert – vergleichbar mit oder sogar besser als andere Trainingsformen gleicher Intensität. In einer Studie zeigten Teilnehmerinnen bereits nach fünf Wochen (dreimal wöchentlich) messbare Verbesserungen der Rumpfausdauer; nach zwölf Wochen kamen Zugewinne bei Kraft, Beweglichkeit und Balance hinzu.

Und die Haltung?

Mehrere systematische Reviews bestätigen: Pilates kann muskuläre Dysbalancen gezielt ausgleichen und so Haltungsprobleme verbessern – von der Hals- bis zur Lendenwirbelsäule. Bei chronischen, unspezifischen Rückenschmerzen zeigen Studien zudem eine spürbare Verbesserung der Rumpfkontrolle und weniger Beschwerden im Alltag.

Für wen ist Pilates geeignet?

Genau wegen dieser kontrollierten, gelenkschonenden Bewegungen eignet sich Pilates besonders für Menschen mit Rückenproblemen, nach Verletzungen oder für alle, die Kraft aufbauen wollen, ohne die Gelenke stark zu belasten.

Unser Tipp

Kombiniere Pilates mit Yoga oder Breathwork – die bewusste Atemführung, die beide Disziplinen teilen, verstärkt den stabilisierenden Effekt auf die Körpermitte zusätzlich.

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